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Entwicklung der Christenheit

Die Tragödie unserer Zeit beschränkt sich nicht auf das, was außerhalb der Kirche geschieht. Auch innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaft breitet sich Trostlosigkeit aus. Die sieben Sendschreiben in Offenbarung 2 und 3 geben einen Überblick über die historische Entwicklung des Christentums. Wir befinden uns zweifellos in der letzten Zeitepoche, Laodizea, die durch eine lauwarme Haltung und den Abfall vom wahren, lebendigen Glauben gekennzeichnet ist.

Wir erleben, wie viele Predigten uns geistlich unversorgt lassen oder die biblische Wahrheit verdrehen, um dem Zeitgeist zu entsprechen. Dieses innerkirchliche Versagen wird noch verstärkt durch den Umstand, dass manche Pastoren im Kampf um Status Fraktionen bilden und unternehmerisch tätig geworden sind. Gleichzeitig herrscht unter den Gläubigen eine allgemeine Schwäche des Vertrauens und ein Widerwille, sich von weltlichen Begierden und Ideologien zu trennen, sodass sie lieber für kurzfristige Erfüllungen in ihren leidigen Verstrickungen leben. Sie sind nicht offen für Ermahnungen zur Buße und Besserung, sondern bevorzugen ein beschönigtes Evangelium, das die Gefahr eines Lebens in Sünde verharmlost.

Die Bibel bezeichnet solche Christen als lauwarm. Sie haben Religion, aber keine Erlösung; Leistung, aber keine Reue; Emotionen, aber keine Transformation. Wer an der Sünde festhält, dient faktisch zwei Herren, was als unentschlossener, unheilvoller Glaube gilt (1.Korinther 10:21). Lasst uns mit der Selbsttäuschung aufhören und auf allen Gebieten nach dem Willen Gottes trachten!

Fragen / Erläuterungen

Die 10 Gebote
  1. Keine anderen Götter
  2. Gottes Namen in Ehren halten
  3. Kein Bildnis von Gott machen
  4. Den Sabbath (Samstag) heiligen
  5. Die Eltern ehren
  6. Nicht morden
  7. Nicht ehebrechen
  8. Nicht stehlen
  9. Nicht lügen
  10. Nicht begehren, was anderen gehört

Jesus fasst diese Werte im Doppelgebot der Liebe zusammen: „Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und all deinem Verstand. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 22:37-40). Er ergänzt dies um das Prinzip der Versöhnung: Wer Gottes Vergebung erfahren möchte, muss bereit sein, seinen Mitmenschen zu vergeben (Matthäus 6:14-15). Die Liebe ist somit der Maßstab, an dem sich jedes Handeln misst.

Die Speisegebote

Nach biblischer Überlieferung wurde der Menschheit der Fleischverzehr erstmals nach der Sintflut gestattet. Das Buch Levitikus (3.Mose 11) präzisiert dies durch Speisegebote, die zwischen reinen und unreinen Tieren unterscheiden. Grundsätzlich darf nur Fleisch von reinen Tieren verzehrt werden, die nicht durch natürliche Ursachen wie Krankheit, Alter oder Verletzung verendet sind. Zentrale Verbote nach der Schlachtung betreffen den strikt untersagten Verzehr von Blut (dem Sitz des Lebens), was auch Produkte wie Blutwurst einschließt, bestimmten Gott vorbehaltenen Fettanteilen sowie von Fleisch erstickter oder nicht ausgebluteter Tiere (3.Mose 3:175.Mose 12:23). Ein weiteres Verbot ist Götzenopferfleisch (z.B. Halal), um jeglichen Einfluss fremder Mächte auf das geistliche Leben auszuschließen (Apostelgeschichte 15:2921:25).

Reine Tiere (zum Verzehr erlaubt)

  • Landtiere: Alle Wiederkäuer mit durchgespaltenen Klauen (z.B. Rind, Schaf, Ziege)
  • Wassertiere: Alle Tiere mit Flossen und Schuppen (z.B. Lachs, Forelle, Thunfisch)
  • Vögel: Alle Arten, die nicht explizit als unrein aufgelistet sind (z.B. Huhn, Truthahn, Ente, Gans, Wachtel)
  • Insekten: Ausschließlich Heuschrecke, Solam, Hargol, Hagab

Unreine Tiere (nicht zum Verzehr erlaubt)

  • Landtiere: Alle Tiere mit Pfoten, ohne durchgespaltene Klauen oder die nicht wiederkäuen (z.B. Schwein, Pferd, Esel, Kaninchen, Kamel, Klippdachs)
  • Wassertiere: Alle Arten ohne Flossen und Schuppen (z.B. Schwertfisch, Kugelfisch, Meeresfrüchte)
  • Vögel: Keine Greifvögel und Aasfresser wie Adler, Falke, Bartgeier, Mönchsgeier, Aasgeier, Gabelweihe, Rabe, Strauß, Möwe, Habicht, Käuzchen, Uhu, Nachteule, Fischeule, Schleiereule, Ohreule, Storch, Reiher, Wiedehopf, Fledermaus
  • Insekten: Keine bis auf wenige Ausnahmen
  • Sonstiges: Nichts, was auf dem Bauch kriecht (z.B. Schlange, Schnecke, Wurm) oder auf vier oder mehr Füssen geht (z.B. Maulwurf, Maus, Eidechse, Gecko, Molch, Chamäleon)
Die Festtage Gottes

Eine Wegleitung zu den wahren biblischen Feiertagen ist in deutscher und englischer Fassung verfügbar. Sie beleuchtet die Perspektive, dass viele der heute üblichen Feste wie Weihnachten, Ostern, Neujahr oder Halloween heidnische oder gar satanische Ursprünge haben. Zur Vertiefung dieser Thematik und zum Nachweis der Ursprünge gängiger Feiertage wird auf den im Satanischen Kalender (Anhang 2, Seite 331 ff.) aus dem Buch Jenseits des Vorstellbaren von Alison Miller verwiesen.

Sünden-Liste

Die Bibel thematisiert eine Vielzahl von Sünden und moralischen Verfehlungen. Maßgebliche Leitlinien hierfür bieten beispielsweise die Zehn Gebote (2.Mose 20:1-17) sowie die Auflistung der „Werke des Fleisches“ im Galaterbrief (Galater 5:19-21). Die nachfolgende Übersicht dient als ergänzender Leitfaden, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine detaillierte Version dieser Liste, inklusive der relevanten Bibelzitate, steht hier zum Download bereit.

Egoismus und Einfältigkeit

  • Selbstsucht, egoistisches Handeln
  • Stolz, Hochmut, Überheblichkeit, Prahlerei
  • Geiz, Habgier, Begehren nach Materialismus und weltlichen Dingen
  • Missbrauch von Macht und Autorität
  • Undankbarkeit
  • Verschwendung und Unverantwortlichkeit im Umgang mit Ressourcen
  • Völlerei, Trunkenheit, Ausschweifungen, Sucht (z.B. Alkohol, Drogen, Tabak)
  • Unsinniges Gerede, schmutzige Witze, Fluchen
  • Ungehorsam gegenüber Eltern
  • Sorglosigkeit, Trägheit, Faulheit

Unredlich- und Feindseligkeit

  • Böse Gedanken
  • Diebstahl, Raub
  • Neid, Eifersucht, Rivalität
  • Unaufrichtigkeit, Lüge, falsche Zeugenaussage, Manipulation, Täuschung
  • Verletzung der Eidespflicht, Schwören
  • Bestechung, Ungerechtigkeit, Unterdrückung
  • Unbarmherzigkeit, mangelnde Nächstenliebe
  • Gleichgültigkeit gegenüber der Not anderer, Vernachlässigung und Misshandlung anderer
  • Selbstgerechtigkeit, Urteilen und Verurteilen anderer
  • Verleumdung, üble Nachrede
  • Hass, Feindschaft
  • Unvergebenheit, Unversöhnlichkeit, Bitterkeit, Rache
  • Gewalttätige Handlungen und Kriege (ohne göttliche Erlaubnis)
  • Mord, Selbstmord, Totschlag, Abtreibung

Unzucht

  • Pornografie (porneia = Unzucht), Unreinheit
  • Lustvolles Auge, Begierde, Wollust, Verführung zur fleischlichen Lust
  • Brüste anfassen außerhalb der Ehe
  • Sex außerhalb der Ehe, außereheliche Beziehungen
  • Sex mit sich selbst (Masturbation)
  • Sex mit Tieren (Sodomie)
  • Sex mit Kindern (Pädophilie)
  • Sex unter Gleichgeschlechtlichen (Homosexualität)
  • Sex mit Familienangehörigen
  • Sex während der Menstruation
  • Fremdgehen, Untreue, Ehebruch
  • Scheidung und Wiederheirat, außer bei Tod und erlebter Untreue

Abtrünnigkeit

  • Blasphemie gegen den Heiligen Geist
  • Blasphemie gegen Gott, Entehrung Gottes
  • Unglaube, Abkehr von Gott, mangelndes Gottvertrauen
  • Gleichgültigkeit und fehlende Dankbarkeit gegenüber Gott
  • Versuchung und Ungehorsam gegenüber Gott
  • Ignoranz gegenüber Gottes Geboten und Anweisungen
  • Missachtung des Sabbats (Samstag) als Ruhetag
  • Mangelnde Reue, Verstocktheit, Missbrauch von Gnade
  • Untreue gegenüber Gott, Götzendienst, Anbetung fremder Götter
  • Zauberei, Okkultismus, Spiritismus, Wahrsagerei
  • Falsche Religion, Heuchelei, Scheinheiligkeit, äußere Frömmigkeit
  • Falsche Motive und Eitelkeit
  • Falsche Prophetie und Irrlehren
  • Spott und Verachtung der Propheten Gottes
  • Bildnis von Gott
  • Kindsopferungen

Sonstiges

  • Selbstzerstörung und Vernachlässigung des Körpers
  • Tattoos
  • Zerrissene Kleider
  • Männer in Frauenkleider, Frauen in Männerkleider
  • Männer mit langen Haaren, Frauen mit kurzen Haaren
  • Männer, die sich rasieren oder die Haare rundumher schneiden (zu einer Platte)
  • Unbesonnenes Herrichten der Frau
  • Missachtung der göttlichen Ordnung: Gott > Jesus > Mann > Frau
  • Beten mit Kopfbedeckung als Mann, beten ohne Kopfbedeckung als Frau
  • Predigten durch Frauen
  • Zwei in einem (z.B. Kreuzung zweier Tierarten, Verarbeitung verschiedener Kleiderstoffe)
Gräueltaten

Die Bibel verwendet den Begriff „Gräuel“ für bestimmte Taten, Bräuche und Haltungen, die in Gottes Augen zutiefst abscheulich sind. Ein „Gräuel“ beschreibt eine intensive emotionale Abscheu und steht im direkten Gegensatz zu Gottes Wesen und Wohlgefallen. Theologisch betrachtet kann der Begriff die Gesamtheit aller kultischer wie ethischer Sünden bezeichnen, die dem göttlichen Willen fundamental widersprechen und von Gläubigen unbedingt zu unterlassen sind. Entsprechende biblische Beispiele verdeutlichen, welche Handlungen Gott als Gräuel betrachtet.

Gibt es eine unverzeihbare Sünde?

Alle Sünden können vergeben werden, selbst die abscheulichsten Lästerungen – mit einer einzigen, entscheidenden Ausnahme: die Lästerung des Heiligen Geistes (Markus 3:29; Matthäus 12:31-32). Diese Tatsache unterstreicht die Ernsthaftigkeit von Vergebung und Sünde im göttlichen Kontext.

Parallel dazu lehrt Jesus eindringlich die Notwendigkeit menschlicher Barmherzigkeit: „Wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben“ (Matthäus 6:14-15). Wer sich also weigert zu vergeben, zerschlägt eigenhändig die Brücke, die Gott zu unserer Rettung erbaute. Unsere eigene Bereitschaft zur Vergebung wird zum Maßstab, an dem wir gemessen werden. Wir bekräftigen dies selbst im Vaterunser-Gebet: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Angesichts dessen sollten wir uns fragen: Sind wir Gott gegenüber nicht unendlich viel mehr schuldig, als uns andere Menschen schulden?

Darf ich als Christ sündigen?

Die Bibel lehrt, dass alle Menschen Sünder sind und von Natur aus eine sündige Neigung besitzen (Römer 3:23Psalm 51:5). Obwohl Vergebung und Erlösung uns nicht durch eigene Anstrengungen zuteilwerden, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus (Epheser 2:8-9), dürfen wir nicht schlussfolgern, dass die Gnade das Gesetz außer Kraft setzt und wir in der Sünde verharren dürfen (Matthäus 5:17-19; Römer 6:1-2). Das Ziel einer echten Bekehrung ist es vielmehr, ein Leben zu führen, das Gott ehrt (Johannes 14:23-24). Glaube ohne entsprechende Werke ist tot (Jakobus 2:17), weil der Mangel an Taten ein unverändertes Leben oder ein spirituell totes Herz offenbart.

Auch die sogenannten „kleinen Sünden“, die der Mensch oft als belanglos abtut, sind in Gottes Augen zutiefst anstößig. Wer meint, dieser Maßstab sei zu streng und man müsse menschliche Unzulänglichkeiten tolerieren, den erinnern die Worte der Schrift: „Wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden“ (Jakobus 2:10). Viele beruhigen ihr Gewissen mit Ausreden wie vorübergehender Anspannung oder persönlichen Schwachpunkten. Sie rufen damit nur: „Friede, Friede! – und da ist doch kein Friede“ (Jeremia 8:11). Sünde bleibt Sünde. Es ist eine gefährliche Täuschung Satans, sie als weniger schwerwiegend zu betrachten. Wer vorsätzlich in der Sünde verharrt, verwirkt möglicherweise sein Heil. (2.Petrus 2:20-21; Hebräer 10:26; Johannes 3:36). Jesus wird jeden abweisen, der die Sünde bzw. Gesetzlosigkeit liebt: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (…) Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7:21-23).

Von nun an sollen weder Sünde noch fleischliche Begierde über uns herrschen (Römer 6:11-14). Denn alles, was aus Gott wiedergeboren ist, überwindet die Welt (1.Johannes 5:3-4). Betrüben wir also nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem wir versiegelt sind für den Tag der Erlösung (Epheser 4:30). Der Geist ist betrübt, wenn ein Mensch für sich allein wirken will und sich weigert, in den Dienst des Herrn zu treten, weil ihm das Kreuz zu schwer oder die Selbstverleugnung zu groß erscheint. Der Heilige Geist möchte in jedem Menschen wohnen. Wer ihn als Ehrengast willkommen heißt und aufnimmt, wird in Christus vollkommen gemacht (Kolosser 1:28). Das gute Werk, das er bei euch angefangen hat, wird auch vollendet (Philipper 1:6). Heilige Gedanken, himmlische Vorlieben und ein Christus-ähnliches Verhalten werden an die Stelle von unreinen Gedanken, pervertierten Gefühlen und rebellischen Handlungen treten (Galater 5:16-24).

Bibelverse