Zeichen #3

Verkündung des Evangeliums

Bevor Jesus wiederkommt, muss das Evangelium (die Heilsbotschaft) allen Völkern gepredigt worden sein. Diese Verheißung gilt als erfüllt: Jedes Land hat die Botschaft vom Herrn Jesus vernommen, ungeachtet der vielen tauben Ohren, die den rettenden Glauben verwerfen.

Trotz dieser weiten Verbreitung sind Christen die am stärksten verfolgte Glaubensgemeinschaft weltweit. In vielen Gebieten mit islamischer Rechtsprechung gilt der Wechsel zum Christentum als Straftat. Konvertierte wie auch ethnische Christen sehen sich infolgedessen vielerorts mit Gefängnisstrafen konfrontiert. In manchen Ländern hat die Verfolgung genozidartige Ausmaße erreicht, insbesondere in Nordkorea, Somalia, Jemen, Eritrea, Libyen, Nigeria, Pakistan, Iran, Afghanistan und Sudan.

Die Christenverfolgung ist derzeit so stark, dass das Evangelium bald zu verstummen droht. Eine Hungersnot besonderer Art, wie in Amos 8:11–12 vorausgesagt, scheint unmittelbar bevorzustehen. Es hat den Anschein, dass dieser „Hunger nach dem Wort des Herrn“ in die Zeit kurz vor der Trübsal fällt. Dann wird Gott während dreieinhalb Jahren der Trübsal zwei Zeugen entsenden, die seine warnende Botschaft verbreiten werden (Offenbarung 11:3).

Fragen / Erläuterungen

Der Name Gottes

Auf der Welt gibt es unzählige Religionen, aus denen verschiedene Götter (resp. Götzen) hervorgehen. „Gott“ ist eine Titulierung und beschreibt eine höhere Macht. Doch es gibt nur einen wahren Gott – und das ist der Schöpfer aller Lebewesen und allen Seins. Sein heiliger Name lautet auf Hebräisch יהוה (von rechts nach links geschrieben und einzeln ausgesprochen als „yod-heh-waw-heh“). Diese vier Buchstaben sind im Deutschen mit JHWH, JHVH oder YHWH, YHVH zu transkribieren. Yahuah, Yaweh oder Jehova sind drei Varianten der Namensaussprache. YAHUAH habe ich für mich angenommen, da sich YAH in seiner Kurzform im letzten Teil von Halleluyah (üblicherweise „Hallelujah“ geschrieben) wiederfindet. Halleluyah (הַלְלוּיָהּ) ist das älteste Lobpreiswort und bedeutet wörtlich „Lobet Yah“.

Jesus wiederum ist die griechische Version des ursprünglichen hebräischen Namens יהושוע (einzeln ausgesprochen als „yod-shin-waw-`ayin“) mit der Bedeutung „Yah ist Erlösung“. Auch hier gehen die Meinungen bezüglich Namensaussprache auseinander. Yeshua oder Joshua Kurzform von Yehoshua gehören zu den wohl bekanntesten. Ich persönlich halte YAHUSHUAH für die korrekte Transkription.

Aus Gründen der besseren Verständlichkeit wurden auf der Webseite die allseits bekannten Begriffe „Gott“ für den himmlischen Vater und „Jesus“ für den menschgewordenen Sohn verwendet. Es ist ratsam, den wahren Namen YAHUAH im Gebet zu verwenden und im Namen seines Sohnes etwas zu erbitten.

Das Evangelium
  • Das Evangelium nach Matthäus 
  • Das Evangelium nach Markus
  • Das Evangelium nach Lukas
  • Das Evangelium nach Johannes

Die vier Evangelien bilden die fundamentalen Texte des Neuen Testaments, dem zweiten Hauptteil der Bibel. Der Begriff „Evangelium“ leitet sich vom griechischen Wort euangélion ab, was „frohe Botschaft“ bedeutet. In diesen vier Berichten wird die Heilsgeschichte jeweils aus der einzigartigen Perspektive von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes erzählt. Während Matthäus und Johannes als apostolische Augenzeugen (Jünger Jesu) firmieren, sind Markus und Lukas die Rechercheuren von Augenzeugenberichten, die das Zeugnis der Apostel für die Welt schriftlich fixiert haben.

Im Zentrum steht die Botschaft, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde. Durch sein Erlösungswerk am Kreuz ermöglichte er die Sündenvergebung für die Menschheit. Gott verspricht, dass jeder, der an Jesus glaubt und ihm nachfolgt – indem er nach seinen Geboten zu leben bemüht ist –, Vergebung für alle Sünden* sowie ewiges Leben im Himmelreich empfängt (1.Johannes 2:2;  Epheser 1:7).

* Die einzige Ausnahme von diesem Versprechen ist die Lästerung des Heiligen Geistes.

Was braucht es zur Umkehr?

Jesus nennt die Wiedergeburt als eine notwendige Voraussetzung für die Aufnahme ins Himmelreich (Johannes 3:3). Dieser Prozess umfasst Reue über die Sünde, echten Glauben und die vollständige Hingabe an Gott. Die Grundlage der Errettung wird im Römerbrief 10:9 wie folgt beschrieben: „Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet“. Weiter heisst es in Apostelgeschichte 2:38: „Tu nun Buße und lasse dich im Namen Jesus Christus taufen zur Vergebung deiner Sünden, so wirst du den Heiligen Geist empfangen“.

Wer diese Schritte vollzogen hat und noch nicht getauft wurde, sollte diesen Aspekt dringend bedenken. Durch Gottes Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes wird der Gläubige befähigt, ein Leben in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu führen und nach seiner Heiligkeit zu streben. Unter der Leitung des Geistes wird der tägliche Kampf gegen die Sünde geführt, indem die „Werke des Fleisches“ abgelegt werden wie etwa: sexuelle Unmoral, sittenloses und ausschweifendes Leben, Götzenanbetung, Zauberei, Feindseligkeit, Streit, Eifersucht, Neid, Wutausbrüche, Uneinigkeit, Spaltungen, Trink- und Fressgelage (Galater 5:19-21). Im Gegenzug erwächst durch die Erneuerung der Gesinnung mehr und mehr die „Frucht des Geistes“, die ein hohes Maß an Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung hervorbringt (Galater 5:22-24)

Wie könnte ich ein Gebet zur Umkehr formulieren?

Vater im Himmel, ich bekenne mich als Sünder. Ich bitte dich hiermit im Namen deines Sohnes, Jesus (YAHUSHUA), von ganzem Herzen um Vergebung für all meine Sünden und all meine Schuld. Ich glaube, dass dein Sohn Jesus (YAHUSHUA) für uns am Kreuz gestorben und am dritten Tag auferstanden ist. Ich glaube, dass er jetzt lebt, zu deiner Rechten sitzt und seinen Heiligen Geist gesandt hat – als Tröster und Helfer.

Ich komme und beuge mich vor dir, Jesus (YAHUSHUA). Vergib mir. Wasche mich bitte rein von allen Sünden durch dein kostbares Blut. Danke, dass du den Preis dafür bezahlt hast und mich trotz meiner Verfehlungen liebst. So wie du mir vergibst, so vergebe auch ich denen, die gegen mich gesündigt haben. Ich vergebe allen alles – egal, was sie mir angetan haben oder was sie unterlassen haben, mir zu tun. Ich will auch mir selbst für alles Böse, was ich getan habe, vergeben.

Vater, ich danke dir für deine Vergebung. Danke, dass mein Name nun im Buch des Lebens eingetragen ist, ich dein Kind geworden bin und ewiges Leben habe. Lass mich nie mehr los. Führe und leite mich mein Leben lang. Ich will dir nachfolgen, ein Christ sein, von Neuem geboren aus dem Geist Gottes. Bitte bereite mich zu und mach mich dir wohlgefällig. Erfülle mich mit deiner Liebe und deiner Freude. Erfülle mich mit deinem Heiligen Geist und führe mich in die ganze Wahrheit. Amen.

Gibt es eine unverzeihbare Sünde?

Alle Sünden können vergeben werden, selbst die abscheulichsten Lästerungen – mit einer einzigen, entscheidenden Ausnahme: die Lästerung des Heiligen Geistes (Markus 3:29; Matthäus 12:31-32). Diese Tatsache unterstreicht die Ernsthaftigkeit von Vergebung und Sünde im göttlichen Kontext.

Parallel dazu lehrt Jesus eindringlich die Notwendigkeit menschlicher Barmherzigkeit: „Wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben“ (Matthäus 6:14-15). Wer sich also weigert zu vergeben, zerschlägt eigenhändig die Brücke, die Gott zu unserer Rettung erbaute. Unsere eigene Bereitschaft zur Vergebung wird zum Maßstab, an dem wir gemessen werden. Wir bekräftigen dies selbst im Vaterunser-Gebet: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Angesichts dessen sollten wir uns fragen: Sind wir Gott gegenüber nicht unendlich viel mehr schuldig, als uns andere Menschen schulden?

Darf ich als Christ sündigen?

Die Bibel lehrt, dass alle Menschen Sünder sind und von Natur aus eine sündige Neigung besitzen (Römer 3:23Psalm 51:5). Obwohl Vergebung und Erlösung uns nicht durch eigene Anstrengungen zuteilwerden, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus (Epheser 2:8-9), dürfen wir nicht schlussfolgern, dass die Gnade das Gesetz außer Kraft setzt und wir in der Sünde verharren dürfen (Matthäus 5:17-19; Römer 6:1-2). Das Ziel einer echten Bekehrung ist es vielmehr, ein Leben zu führen, das Gott ehrt (Johannes 14:23-24). Glaube ohne entsprechende Werke ist tot (Jakobus 2:17), weil der Mangel an Taten ein unverändertes Leben oder ein spirituell totes Herz offenbart.

Auch die sogenannten „kleinen Sünden“, die der Mensch oft als belanglos abtut, sind in Gottes Augen zutiefst anstößig. Wer meint, dieser Maßstab sei zu streng und man müsse menschliche Unzulänglichkeiten tolerieren, den erinnern die Worte der Schrift: „Wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden“ (Jakobus 2:10). Viele beruhigen ihr Gewissen mit Ausreden wie vorübergehender Anspannung oder persönlichen Schwachpunkten. Sie rufen damit nur: „Friede, Friede! – und da ist doch kein Friede“ (Jeremia 8:11). Sünde bleibt Sünde. Es ist eine gefährliche Täuschung Satans, sie als weniger schwerwiegend zu betrachten. Wer vorsätzlich in der Sünde verharrt, verwirkt möglicherweise sein Heil. (2.Petrus 2:20-21; Hebräer 10:26; Johannes 3:36). Jesus wird jeden abweisen, der die Sünde bzw. Gesetzlosigkeit liebt: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. (…) Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7:21-23).

Von nun an sollen weder Sünde noch fleischliche Begierde über uns herrschen (Römer 6:11-14). Denn alles, was aus Gott wiedergeboren ist, überwindet die Welt (1.Johannes 5:3-4). Betrüben wir also nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem wir versiegelt sind für den Tag der Erlösung (Epheser 4:30). Der Geist ist betrübt, wenn ein Mensch für sich allein wirken will und sich weigert, in den Dienst des Herrn zu treten, weil ihm das Kreuz zu schwer oder die Selbstverleugnung zu groß erscheint. Der Heilige Geist möchte in jedem Menschen wohnen. Wer ihn als Ehrengast willkommen heißt und aufnimmt, wird in Christus vollkommen gemacht (Kolosser 1:28). Das gute Werk, das er bei euch angefangen hat, wird auch vollendet (Philipper 1:6). Heilige Gedanken, himmlische Vorlieben und ein Christus-ähnliches Verhalten werden an die Stelle von unreinen Gedanken, pervertierten Gefühlen und rebellischen Handlungen treten (Galater 5:16-24).

Bibelverse