Zeichen #4

Gnadenzeit

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde – sprich: unseren Planeten, der nicht etwa 4,5 Milliarden, sondern nur wenige tausend Jahre alt ist. Das Milliardenalter der Erde, ihre Kugelform sowie Darwins Evolutionstheorie sind nichts als Schwindel, um den Schöpfer zu verleugnen und uns MenschenGottes Schöpfung nach seinem Ebenbildniedrig zu halten.

Erzbischof James Ussher ist bekannt für seine 1650 erstellte Chronologie der Weltgeschichte, die den Tag der Schöpfung auf den 23. Oktober 4004 v. Chr. datiert. Eine Bibel aus dem Jahr 1813 kommt dieser Theorie sehr nahe: Deren Berechnung zufolge liegen zwischen der Erschaffung von Adam und Jesu Geburt exakt 3’974 Jahre, 6 Monate und 10 Tage; und weitere 1’814 Jahre von Jesu Geburt bis zum Jahr 1813. Demzufolge existierte die Menschheit bis 1813 genau 5’788 Jahre, 6 Monate und 10 Tage. Bis zum Jahr 2025 wären dies 6’000 Jahre.

Psalm 90:4 und 2.Petrus 3:8 lehren uns, dass bei dem Herrn 1 Tag wie 1’000 Jahre und 1’000 Jahre wie 1 Tag sind. Wendet man diesen Auslegungsschlüssel auf die Schöpfungstage (6 Tage Schöpfung, 1 Ruhetag) an, gelangt man zur Idee einer sogenannten Weltzeitwoche. Das heißt: Die Schöpfungstage werden auf die Weltzeit in Abschnitten von jeweils tausend Jahren übertragen. Die Menschheit soll also rund 6’000 Jahre innerhalb der Zeitspanne von 7’000 Jahren gelebt haben. Dies bedeutet, dass die letzten 1’000 Jahre des Ruhetages in Form der Millenniums-Herrschaft Jesu bald anbrechen.

Bestärkend dazu spricht Hosea 6 davon, dass Israel während 2 Tagen bzw. 2’000 Jahren seit der Kreuzigung Jesu abgesondert und am dritten Tag wiederbelebt würde, wenn Jesus nach seiner Wiederkunft sein 1’000-jähriges Friedensreich auf Erden (am Ruhetag) errichten wird.

Die Beiseitesetzung Israels während 2’000 Jahren wird auch durch die biblische Auslegung einer Gnadenzeit von 2’000 Jahren seit der Kreuzigung Jesu im Alter von ca. 33 Jahren bekräftigt. Zählen wir zum Jahr 2026 7 Jahre Trübsal hinzu, gelangen wir ins Jahr 2033 (mögliche Wiederkunft Jesu), was genau 2’000 Jahren Gnadenzeit entspräche.

Fragen / Erläuterungen

Die Menschheitsgeschichte

Was wurde während sechs Jahrtausende unabhängiger Menschenherrschaft erreicht? Verschaffen wir uns über den Ablauf eines jeden dieser Jahrtausende einen Gesamtüberblick.

1. Jahrtausend (4000 – 3000 v. Chr.)
Die menschliche Glückseligkeit im Garten Eden fand ihr Ende, als sich Adam und Eva gegen die Hoheit ihres Schöpfers auflehnten. Gott vertrieb die beiden daraufhin berechtigterweise aus dem Paradies. Dies bedeutete, dass sie fortan auf sich selbst gestellt waren, auf dem unkultivierten Teil der Erde, unter einer von Gott unabhängigen Herrschaft, die sie selbst gewählt hatten. Es wird angenommen, dass sich eine Art patriarchalische Gesellschaftsform entwickelte. Doch während Adams mehr als 900 Jahre andauernder Lebenszeit breiteten sich unter den sündigen Menschen immer mehr Gewalt und Mord aus. Zugleich nahmen falsche religiöse Praktiken und eine unmoralische Lebensweise, die unweigerlich zum Tod führte, überhand.

2. Jahrtausend (3000 – 2000 v. Chr.)
„Die Schlechtigkeit des Menschen“ nahm unter der Menschenherrschaft überhand. Nach einer entsprechenden Warnung vernichtete Gott diejenigen, die die Erde verderbt und mit Gewalttat erfüllt hatten, durch eine weltweite Flut. Obwohl Gott den treuen Noah und seine Familie aufgrund ihrer Gerechtigkeit bewahrt hatte, widersetzten sich ihre Nachkommen Gott durch menschliche Politik. Weniger als 200 Jahre nach der Flut erhob sich Nimrod zum König. Er wurde ein gewissenloser Diktator und stellte sich gegen Gott, sodass man den Ausspruch prägte: „So wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger im Widerstand gegen Gott.“ Zweifellos jagte er nicht nur Tiere, sondern tötete auch Menschen und übte somit eine tyrannische Herrschaft aus. Seine Auflehnung gipfelte im Bau der Stadt Babel und eines Turms, „dessen Spitze bis in die Himmel“ reichen sollte. Gott wirkte daraufhin ein Wunder, indem er die Sprache der Menschen verwirrte, woraufhin sie ihr Bauvorhaben aufgeben und sich über die Erde zerstreuen mussten. Diese Niederlage bedeutete das Ende der ersten menschlichen Diktatur.

3. Jahrtausend (2000 – 1000 v. Chr.)
Die Menschen führten Kriege gegeneinander – Stamm gegen Stamm, Stadtstaat gegen Stadtstaat und Königreich gegen Königreich. Ägypten stieg zur vorherrschenden Weltmacht auf, doch es wurde von Gott bestraft, weil es sein Volk, die Israeliten, unterdrückte. Die Völker verstrickten sich immer tiefer in heidnischen Götzendienst und schritten sogar zur Opferung von Kindern. Unterdrückende Diktatoren traten in Erscheinung, und das einfache Volk – nur Schachfiguren in den Händen der Herrscher – musste großes Leid ertragen.

4. Jahrtausend (1000 – 0 v. Chr.)
Auf Ägypten folgte eine Reihe anderer Weltmächte, die jeweils von ehrgeizigen Herrschern geführt wurden. Diese Reiche traten im 1. Jahrtausend vor Christus hervor und umfassten Assyrien, Babylon, Medo-Persien, Griechenland und Rom. Jedes dieser Reiche erlangte die Vorherrschaft durch mächtige Armeen. Es wurde ihnen erlaubt, die Oberhoheit über die Nation Israel zu erlangen und zu behalten. In den Prophezeiungen Daniels und in der Offenbarung werden diese politischen Mächte mit „Tieren“ verglichen. Diese grausamen Diktaturen wurden stets maßgeblich von der falschen Religion unterstützt.

5. Jahrtausend (0 – 1000 n. Chr.)
Das Römische Reich beherrschte nun viele Länder. Während der römischen Herrschaft wurden Johannes der Täufer enthauptet, Jesus Christus an den Pfahl geschlagen, Jerusalem durch die kaiserlichen Armeen zerstört, und eine brutale Christenverfolgung eingeleitet. All diese Ereignisse fanden innerhalb des 1. Jahrhunderts nach Christus statt. Im 4. Jahrhundert etablierte Kaiser Konstantin das Christentum als Staatsreligion und schuf ein politisch-religiöses System in Rom, samt einer eigenen Geistlichkeit. Die katholische Hierarchie leitete daraufhin das finstere Mittelalter ein, das durch eine schreckliche Unterdrückung der Bevölkerung und insbesondere derer, die Gott zu dienen versuchten, geprägt war. Im Jahr 800 wurde die Verbindung von Kirche und Staat verherrlicht, als der Papst in Rom Karl den Großen zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches krönte.

6. Jahrtausend (1000 n. Chr. – heute)
Das Römische Reich zerfiel in konkurrierende europäische Staaten, die ihre Herrschaft durch Unterdrückung ausübten und mit Kriegsschiffen die sogenannten „heidnischen“ Gebiete der Erde eroberten und kolonialisierten. Großbritannien stieg zur vorherrschenden Weltmacht auf. Die 13 Kolonien des heutigen Gebiets der USA erklärten ihre Unabhängigkeit von England und erlangten diese auch, blieben jedoch in enger Verbindung mit dem Mutterland und bildeten zusammen die anglo-amerikanische Weltmacht. Im 18. Jahrhundert begann die industrielle Revolution, und das 20. Jahrhundert läutete die Ära der Weltkriege ein. Diese Konflikte, die die Unterstützung religiöser Führer hatten, bezogen fast alle Staaten mit ein. Der deutsche „König des Nordens“ kämpfte gegen die Vormachtstellung des demokratischen „Königs des Südens“, doch mittlerweile wurde das diktatorische Deutschland von einem kommunistischen „König“ abgelöst. Keine dieser Regierungsformen hat den Untertanen je wahres Glück oder echte Sicherheit gebracht. Heute droht der Menschheit aufgrund eines nuklearen Wettrüstens die vollständige Vernichtung. Die wachsende Revolution und Rebellion gegen die Staatsgewalt, die Ausbreitung einer Gesellschaft ohne Tabus und die rasante Zunahme von Kriminalität und Umweltverschmutzung haben die Probleme der Menschheit noch verschärft.

Zusammenfassender Überblick
Diese 6’000 Jahre menschlicher Existenz waren von Anfang an durch den Verlust des Paradieses geprägt. Seit dieser Zeit hat die enttäuschte Menschheit mit den verschiedensten Regierungsformen versucht, aus eigener Kraft zumindest eine Art Paradies zu erschaffen. Was wurde jedoch erreicht? Das Ergebnis ist eine verwirrte Welt. Die Menschheit steht vor ihrem Ruin, und die Situation ist genau so, wie Jesus es für unsere Zeit vorhergesagt hat: „Auf der Erde herrscht Angst und Bangen unter den Nationen, die (…) weder aus noch ein wissen, während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen.“ Doch Gottes Wort bietet Hoffnung!

Bibelverse